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Vorübergehende Verwahrung – Temporary storage

Unter Verwahrung versteht man die zollamtliche Überwachung von Waren. Die vorübergehende Verwahrung dient dazu, die zollamtliche Überwachung bis zum Erhalt der zollrechtlichen Bestimmung zu gewährleisten.  Angelegt wird die vorübergehende Verwahrung mit der summarischen Anmeldung (SumA), wobei die Verwahrfrist erst mit der Gestellung beginnt. Sie endet mit dem Erhalt der zollrechtlichen Bestimmung.

Für die in Verwahrung genommenen Waren gelten folgende Fristen:

– 45 Tage für auf dem Seeweg eingetroffen und

– 20 Tage für auf anderem Weg eingetroffene Waren

Jede vorübergehende Verwahrung ist mit einer sog. AT//B-Nummer über das System ATLAS beim Zoll registriert, über die der Zoll Zugriff auf alle wichtigen Informationen hat (Fristen, Angaben zur Ware und zum Verwahrer etc.). Die Orte, an denen vorübergehend verwahrt werden (z. B. Betriebsgelände oder Lagerort des Verwahrers), müssen von der Zollstelle zugelassen sein (Verwahrorte). Vorübergehend verwahrte Waren dürfen nicht verändert, aus- oder umgepackt bzw. umetikettiert werden. Lediglich notwendige Erhaltungsmaßnahmen dürfen vorgenommen werden (z.B. lüften, kühlen, entstauben). Zudem setzt die vorübergehende Verwahrung Sachherrschaft über die Ware voraus.


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