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Bekannter Versender

Zum Schutz vor Angriffen auf die Sicherheit des Luftverkehrs wurden in den letzten Jahren nationale und europäische Sicherheitskonzepte sowie entsprechende nationale und europäische Rechtsvorschriften eingeführt.

Luftfrachtsendungen sollen in besonderer Weise gegen unbefugte Zugriffe Dritter geschützt werden. Nur als sicher eingestufte Luftfracht darf an Fluggesellschaften übergeben werden. Um die Lieferkette zu sichern, muss entweder die Fracht einmalig vor der Anlieferung an den Abgangsflughafen oder am Abgangsflughafen selbst durch einen reglementierten Beauftragten untersucht werden oder der Verlader muss vom Luftfahrt-Bundesamt (LBA) als bekannter Versender zugelassen worden sein.

Bekannte Versender sind zugelassene Unternehmen, die Luftfracht als solche identifizieren und ihre Betriebsabläufe nach den gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen organisiert haben.

Die mit dem Status „Bekannter Versender“ zugelassenen Unternehmen genießen aufgrund der von ihnen durchgeführten Sicherheitsmaßnahmen den Vorteil, dass sie als „sicher“ eingestuft gelten. So können Sendungen ohne erneute Kontrollen in Passagier- oder auch in Nur-Frachtflugzeugen transportiert werden. Dem bekannten Versender obliegen weitreichende Sorgfaltspflichten. Er ist dafür verantwortlich, dass bestimmte Bereiche gesichert, Manipulationen des Transportguts durch unbefugte Dritte ausgeschlossen sind und die Abläufe durch zuverlässiges und eingewiesenes Personal beaufsichtigt und kontrolliert werden.


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